Mittelformatkamera Fujifilm GFX 50R

Warum eine Mittelformatkamera bessere Bilder liefert.

Nun, dass ist natürlich nicht unter jeder Bedingung so. Eine Mittelformatkamera ist nicht einfach so zum Mitnehmen und Fotografieren. Für die Reportage Fotografie ist eine große Kamera mit schweren Objektiven, Festbrennweite und langsamer Bildfolge ehr ungeeignet. Auch ist die Verwacklungsgefahr bei den sehr hohen Auflösungen doch recht groß. Was übrigens auch für die Nikon D800 oder die Canon EOS 5DsR gilt, die ja auch schon mit 36 bzw. 50 Megapixel Bilder aufzeichnen.

Besser geeignet ist ein Mittelformatkamera für die ruhigen Momente. Ein Fotoshooting zur Hochzeit im Park oder in der Stadt, Portraits im Fotostudio, Produktfotografie im Lichtzelt, Landschaftsfotografie bei Tag und Nacht und zur Architekturfotografie zu jeder Tages- und Jahreszeit.

Bei ausreichend Licht oder wenn ein Stativ genutzt wird, belohnt uns die Mittelformatkamera mit außergewöhnlichen scharfen und klaren Bildern, die bis in die Tiefen und Lichter hinein, kleinste Details darstellen.

Und warum ist das so?

Hierfür gibt es eine Reihe von Gründen.

  • Der Sensor hat eine Größe von ca. 44 x 33 mm (und auch größer) und damit auch mehr Platz für jeden einzelnen Pixel. Diese Pixel können dann natürlich auch Farben und Helligkeiten besser unterscheiden und somit differenzierter abbilden.
  • Eine Mittelformatkamera hat in der Regel keinen Tiefpassfilter. Dieser Filter verhindert durch eine gewisse Unschärfe den Moiré-Effekt. Eine Mittelformatkamera wie die Fujifilm GFX 50R oder DFX 50S benötigt diesen Filter nicht. Die Bilder bleiben scharf.
  • Die Mittelformat-Objektive sind speziell für die großen Sensoren gerechnet und bei den Fujinon Objektiven für eine Auflösung von 100 Megapixel gerechnet. Es können also erheblich mehr Linienpaare aufgelöst werden. Die Schärfe und der Kontrast sind sehr hoch.
  • Durch den großen Sensor der Mittelformatkamera ist, physikalisch bedingt, die Tiefenschärfe geringer als bei Sensoren im Vollformat, APS-C oder beim Smartphone. Dies wird aber von professionellen Fotografen gern zur Bildgestaltung genutzt, um den Betrachter gezielt durch das Bild zu führen, um bestimmte Objekte vom Vorder- und Hintergrund freizustellen, um einfach ein schönes Bukeh zu erhalten.

Das sind alles sehr viele Worte. Wie sieht es in der Praxis aus?

Ich konnte dazu ganz einfach meine Canon EOS 5DsR (50 Megapixel ohne Tiefpassfilter) und die Fujifilm GFX 50R (51 Megapixel ohne Tiefpassfilter) vergleichen. Durch den Adapter von TECHART können auch Canon Objektive genutzt werden. Allerdings nicht alle ohne Vignettierung. Ein Crop-Faktor von 0,8 ist natürlich mit einzurechnen.

 

Vergleich zwischen Canon EOS 5DsR und Fujifilm GFX 50R

Alle 3 Fotos sind vom selben Standort aufgenommen mit 100 ISO und Blende 8.

Wenn man sich die Bilder stark verkleinert ansieht, bemerkt man nur das unterschiedliche Seitenverhältnis. Bei einem Ausschnitt wird dann doch der Unterschied zwischen einer Kleinbildkamera und eine Mittelformat Kamera sehr deutlich. Durch das benutzen des Original Fujinon GF 23mm 1:4 R LM WR, ist der Unterschied in der Bildqualität extrem sichtbar.

Im Randbereich wird der Unterschid noch deutlicher.

Ausschnitt v.l.n.r:

  • Canon mit TS-E 24mm
  • Fuji GFX 50R mit TS-E 24mm
  • Fuji GFX 50R mit Fujinon GF 23 1:4 R LM WR

Vergleich Fujiflim GFX 50R vs Canon 5DsR